Montag, 13. Juni 2016

Träume

Träume - jeder hat sie in seinem Innersten.
Manche von ihnen sind tief verborgen, in die letzte Ecke gedrängt, verstaubt und aus vergangenen Zeiten.
Andere sind noch frisch, duften nach Freiheit und Glück und erzählen von einem sorglosen Leben.

Träume hat jeder aber jeder hat andere Träume, jeder hat seine eigenen. Manche teilen wir mit anderen Menschen, weil wir so eher an sie glauben können und sie realer, greifbarer werden.
Andere kennen nur wir selbst. Das ist die Sorte von Träumen, die nur in unserem Kopf stattfinden, an einem sicheren Ort - dort, wo sie niemand auslachen, schlecht reden, niedermachen oder gar auslöschen kann. Diese Träume sind verwundbar, weil sie unser Innerster wiederspiegeln und freilegen. Deswegen zeigen wir sie niemandem, eben weil sie so verwundbar sind und uns selbst verwundbar machen.

Träume machen uns stark wie ein Tiger, groß wie einen Elefanten und fleißig wie eine Biene. Weil wir sie erreichen wollen, weil wir für sie einstehen und sie verwirklichen wollen.
Wir wollen der ganzen Welt zeigen, dass wir das schaffen können! Stark wie Oscar sein.

Wir können genauso an unseren Träumen zerbrechen wie sie uns stark machen können, weil wir sie nun einmal ums Verderben erreichen wollen. Über Leichen gehen bis wir über unsere eigene gehen und es noch nicht einmal bemerken. Träume können uns blind machen, die Realität verschleiern.

Träume verändern sich so wie wir uns verändern. Sie passen sich an oder verschwinden und machen Platz für neue Träume.



Ich bin eine Träumerin - sowohl am Tag als auch in der Nacht. Aber eins haben beide Träumereien gemeinsam: 
in der Regel sind sie unrealistisch.

Während die Nacht sich mit der Vergangenheit beschäftigt, widmet sich der Tag der Zukunft. Und was bleibt dabei auf der Strecke? 
Die Gegenwart, das Hier und Jetzt.

Ich bin eine Träumerin, ich male mir das Leben in den schillerndsten Farben, ohne Regen und Schnee aus. Wenn ich träume, bin ich unrealistisch. Ich weiß das. Aber trotzdem macht es Spaß, sich ein anderes Leben auszumalen. Wie toll alles wäre, wenn...

Ich brauche meine Träume, um die Gegenwart zu ertragen. Oder benutze ich sie, um ihr zu entfliehen?